Was unseren Planeten außergewöhnlich macht, sind all die merkwürdigen Kuriositäten, die sowohl von Menschenhand als auch von Mutter Natur geschaffen wurden. Verlassene Orte und ungewöhnliche Reiseziele warten regelrecht darauf, von reisebegeisterten Adrenalinjunkies entdeckt zu werden.
Von Geisterstädten mit gruseliger Stimmung bis hin zu Naturphänomenen, die sich auf den ersten Blick kaum erklären lassen – jeder Winkel unserer Erde beherbergt seine ganz eigenen Wunder. Kommt mit auf diese Reise und lasst euch von bizarren und beeindruckenden Zielen inspirieren, die auf jeden Fall einen Platz auf eurer Bucket List verdient haben.
12 erstaunliche, seltsame oder verlassene Orte rund um den Globus:
- Wilde (und wütende?) Hirsche in Nara, Japan
- Das Haarmuseum in Avanos, Türkei
- Die Klippenstadt Ronda, Spanien
- Die Waitomo Höhlen in Neuseeland
- Blaue Lagune in Grindavík, Island
- Tor zur Hölle in Turkmenistan
- Geisterstadt und Schießereien in Tombstone, Arizona
- Abundant Life Gebäude in Tulsa, Oklahoma
- Neskowin Geisterwald in Neskowin, Oregon
- Arikok National Park in Aruba
- Das Alchemisten- und Magier-Museum in Prag, Tschechien
- Alamere Falls in Bolinas, Kalifornien
1. Wilde (und wütende?) Hirsche in Nara, Japan

Von Osaka aus braucht ihr ungefähr eine Stunde mit dem Zug, um Japans ursprüngliche Hauptstadt Nara zu erreichen. Nachdem ihr euch dort die schönen buddhistischen Tempel angesehen und einen Spaziergang durch den Park unternommen habt, wird es Zeit für ein paar Selfies mit Naras berühmtesten Bewohnern.
Denn diese Region in Japan beherbergt unzählige Hirsche, die seit Jahrhunderten als heilig verehrt und geschützt werden. In den Parks der Stadt fühlt man sich mit all den freilaufenden Tieren beinahe wie in eine andere Zeit zurückversetzt.
Von den Händlern vor Ort können Besucher spezielle Hirschcracker kaufen, die für die Tiere nicht schädlich sind. Aber Vorsicht: Zwar verneigen sich die Hirsche zuerst höflich vor den Crackern. Wenn ihr sie dann aber nicht schnell genug füttert, können sie richtig wütend werden und euch einen Kopfstoß verpassen oder sogar nach euch schnappen.
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2. Das Haarmuseum in Avanos, Türkei

Wenn ihr Chez Galip zum ersten Mal in seinem berühmten Keramikstudio in Kappadokien trefft, wird euch vielleicht nicht gleich auffallen, dass er ein heimliches Hobby hat. Nachdem ihr hier ein paar handgefertigte Souvenirs gefunden habt, solltet ihr aber unbedingt noch sein altes Atelier auf der anderen Seite der Stadt besuchen, das er in ein Museum für Haarproben verwandelt hat.
Seit den 1970er Jahren sammelt Chez Galip Haarproben. Dabei verfolgt er keine besondere Strategie – abgesehen davon, dass alle Proben von Frauen stammen. Die meisten der rund 16.000 Haarbüschel sind mit kleinen Infokarten versehen. Jedes Jahr wählt er einige Personen aus seiner Sammlung aus, die dann eine kostenlose Ausbildung in der Türkei gewinnen können.
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3. Die Klippenstadt Ronda, Spanien

Nicht viele Orte können mit einem so prekären Standort aufwarten wie das Dorf Ronda, dessen Wurzeln bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Das kleine Städtchen in Andalusien ist nicht nur für seine bewegte Geschichte bekannt, sondern auch für seine atemberaubende Lage an den Klippen – direkt über einer großen Schlucht.
Die Schlucht selbst ist mehr als hundert Meter tief und schlängelt sich durch die Stadt, sodass Häuser, Restaurants, Hotels und andere Gebäude buchstäblich am Abgrund stehen. Die Mutigen unter euch können die Brücke Puerto Nuevo überqueren und von dort aus auf den Fluss hinunterschauen. Ganz in der Nähe liegt auch die Plaza de Toros, eine der ältesten Stierkampfarenen in Spanien.
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4. Die Waitomo Höhlen in Neuseeland

Zu den aufregendsten Sehenswürdigkeiten in Neuseeland zählen die Waitomo Höhlen, deren Innenräume von unzähligen Glühwürmchen beleuchtet werden. Dieses außergewöhnliche Phänomen könnt ihr auf einer Höhlentour oder während einer Floating-Tour auf dem unterirdischen Fluss erleben.
Reisende brauchen hier allerdings starke Nerven. Denn wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, ist die Höhle von gruseligen Käfern belagert, die überall von der Decke baumeln. Außerdem befindet sie sich ziemlich weit unter der Erde und ist an vielen Stellen sehr eng, was bei dem ein oder anderen Besucher für Nervenkitzel sorgen könnte.
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5. Blaue Lagune in Grindavík, Island

Gönnt euch das ultimative Entspannungserlebnis bei einem Ausflug zu Islands berühmtem geothermischen Pool, der sich ganz in der Nähe des Flughafens von Reykjavik befindet. Es heißt, dass das natürliche Thermalbad sogar eine heilende Wirkung besitzt. Unabhängig davon sind aber auch das Entspannen, Abtauchen und Schwimmen im mineralreichen Wasser ein Erlebnis.
Schon das Ambiente ist außergewöhnlich. Die Lagune ist in einen warmen Nebel getaucht und die blaue Oberfläche wirkt, als wäre sie aus Glas. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr während eurem Besuch in Island sogar die Nordlichter (Aurora Borealis) sehen – ein Naturphänomen aus tanzenden Lichtstrahlen, die am Nachthimmel leuchten.
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6. Tor zur Hölle in Turkmenistan

Der Krater von Derweze ist ein von Menschenhand geschaffenes Wunder, das durch ausströmendes Erdgas entstanden ist. Nach einer schief gelaufenen Testbohrung in den 1970er Jahren drohte dieses auszutreten und die umliegenden Siedlungen zu gefährden. Die Geologen hielten es deshalb für eine gute Idee, das Gas in Brand zu setzen.
Unglücklicherweise erloschen die Flammen jedoch nicht – wie vorher angenommen – innerhalb weniger Wochen. Stattdessen wüten sie seit Jahrzehnten und haben mittlerweile ein gigantisches, brennendes Loch erschaffen, das schaulustige Besucher aus der ganzen Welt anzieht. Die Felsspalte ist so groß wie ein Fußballfeld und es lohnt sich definitiv, dieses Spektakel mit eigenen Augen zu sehen.
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7. Geisterstadt und Schießereien in Tombstone, Arizona

Der Doppelschlag unter den kuriosen Orten: Die Stadt Tombstone gilt als eine der ursprünglichen Westernstädte in den USA, die im Laufe der Zeit erhalten geblieben sind. Anders als viele andere Geisterstädte fällt Tombstone aber nicht in die Kategorie „verlassene Orte“. Obwohl die Attraktionen hier ein bisschen kitschig sind, ist die bewegte Geschichte von Amerikas Wildem Westen auf den staubigen Straßen noch immer deutlich zu spüren.
Ihr könnt zum Beispiel einen Ausflug unter Tage machen, um mehr über die zermürbende Arbeit der Bergbauarbeiter im 19. Jahrhundert zu erfahren. Oder ihr macht einen Spaziergang durch die Stadt und entdeckt dabei Geschichten von Opiumhöhlen, Duellen und anderen Situationen, in denen die Cowboys von damals den Tod fanden. Tombstone ist ein Paradies für alle, die von der Absurdität und den Geheimnissen des amerikanischen Südwestens nicht genug bekommen können.
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8. Abundant Life Gebäude in Tulsa, Oklahoma

Vor allem in den Außenbezirken der US-amerikanischen Großstädte sind verlassene Orte und Gebäude keine Seltenheit. Aber dieser „Lost Place“ in Oklahoma erscheint besonders merkwürdig – denn im auffälligen Rautenmuster der Fassade gibt es keine Fenster. Das in den späten 1950er Jahren erbaute Gebäude sollte mit eleganten und modernen Büroflächen einst ein Aushängeschild der Region werden.
Stattdessen gab man es in den 1980er Jahren auf und aufgrund des Asbestbefalls kann es bis heute nicht restauriert werden. Nach jahrzehntelangem Leerstand ist das Gebäude im Inneren ziemlich verfallen. Die derzeitigen Eigentümer haben deshalb angekündigt, es bald abreißen zu lassen. Wenn ihr also noch einen Blick auf dieses merkwürdige architektonische Wunder erhaschen wollt, müsst ihr euch beeilen.
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9. Neskowin Geisterwald in Neskowin, Oregon

Passt auf, dass ihr euch nicht die Zehen an den vielen verrotteten Baumstämmen stoßt, die im Sand der Tillamook-Küste von Oregon verwurzelt sind. Besonders in der Abenddämmerung scheint dieser merkwürdig aussehende Strand eine Hommage an den jahrtausendealten Wald zu sein, der früher bis zur Küste reichte. Von ihm sind heute leider nur die schwarzen Baumstümpfe übrig geblieben, die ihr am besten bei Ebbe bewundern könnt.
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10. Arikok Nationalpark in Aruba

Da sich die Touristenmassen auf Aruba an der Küste sammeln, erscheint das Landesinnere oft verlassen. Dazu kommt, dass ein Großteil der Landschaft an eine karge Wüste erinnert. Das Innere des Landes bietet deshalb eine völlig andere Atmosphäre als die Gegenden rund um die Resorts. Trotzdem ist es einen Besuch wert – ganz besonders der Arikok Nationalpark.
Er beherbergt die Höhlen Quadirikiri, Fontein und Hulibn, die stellenweise von einbrechenden Lichtstrahlen erhellt werden, die ihren Weg durch kleine Löcher in den Wänden finden. Für den eigentlichen Gruselfaktor sorgen aber die riesigen Fledermauskolonien, die in den Höhlen ein Zuhause gefunden haben. Während ihr durch die Höhlen schlendert, werdet ihr sie oft um euch herumflattern sehen. Tagsüber geht es in den Höhlen etwas ruhiger zu. Die ganz Mutigen von euch besuchen sie deshalb nachts, wenn die Fledermäuse am aktivsten sind.
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11. Das Alchemisten- und Magier-Museum in Prag, Tschechien

Das Ouija-Brett, mit dem ihr als Teenager herumgespielt habt, hat euch vermutlich nicht die Tore zur magischen Welt geöffnet. Wenn ihr euch aber tatsächlich für okkulte und überirdische Mächte interessiert, seid ihr im Museum Mysteria Pragensia genau richtig. Hier findet ihr spannende Exponate, die die Geschichte der verlassenen, missverstandenen und vergessenen Orte der Stadt Prag erzählen – und die der Menschen, die darin umgekommen sind. Lasst euch inspirieren von alten Magiern, Meistern der dunklen Künste, Hexen und anderen Sonderlingen.
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12. Alamere Falls in Bolinas, Kalifornien

Die meisten Wasserfälle enden in einem großen Teich oder in einem See – aber habt ihr schonmal einen direkt ins Meer fließen sehen? Der Alamere Wasserfall ist ein Küstenwasserfall, der über eine Klippe ins Meer stürzt. Ihr findet ihn nördlich von San Francisco – um ihn zu erreichen, müsst ihr aber rund 21 Kilometer hin und zurück wandern. Dafür werdet ihr mit atemberaubenden Aussichten von der Klippe und auf den Strand belohnt.
Vielleicht habt ihr jetzt Lust bekommen, euer Reiserepertoire um ein paar kuriose und verlassene Orte weit abseits des Mainstreams zu erweitern? Einige der außergewöhnlichsten Orte der Welt erscheinen uns oft einfach nur surreal. Deshalb solltet ihr unbedingt bald eine Reise planen, um sie mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben.
FAQs zu bizarren und verlassenen Orten weltweit
Die einfachste Art, verlassene Orte (Lost Places) zu finden: Einfach die Augen offen halten. Beispielsweise beim Ausflug in die Natur, im Industriegebiet und natürlich auch auf Reisen. Auch das Gespräch mit Freunden und Verwandten sowie der Austausch in sozialen Netzwerken, Internet- oder Fotografenforen lohnt sich. Einige Fotografen und Reisende haben sich auf verlassene Orte spezialisiert – deren Standorte behalten sie dann aber gerne für sich. Andere wiederum sind stolz auf ihre „Fundstücke“ und teilen sie inklusive Geodaten gerne im Internet.
Verlassene Orte (Lost Places) dürfen immer dann betreten werden, wenn sie in der freien Natur liegen und weder eingezäunt noch abgesperrt sind. Grundsätzlich gilt: Wer ein abgezäuntes oder abgesperrtes Gebäude oder Grundstück betritt, begeht Hausfriedensbruch. Gut zu wissen: Bei Hausfriedensbruch handelt es sich um ein Antragsdelikt. Das bedeutet konkret, dass der Besitzer eine Anzeige erstatten muss. Oder auch: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Urbex bzw. Urbexing ist die Kurzform von Urban Exploration oder Urban Exploring. Diese englischen Begriffe bezeichnen die private Erkundung von städtischem Raum und oft auch verlassenen Orten (Lost Places). Beliebt sind beispielsweise Katakomben, Industrieruinen, Dächer oder Kanalisationen.
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