Bei vielen von uns steht ein abenteuerlicher Roadtrip durch die facettenreichen Weiten der USA ganz oben auf der Bucket List. Neben der Route 66, die zu den legendärsten Straßen der Welt zählt, übt vor allem die Westküste der USA mit einem bunten Mix aus Städtetrip, Badeurlaub, Naturschauplätzen und rauen Wüstenlandschaften auf Reisende einen ganz besonderen Reiz aus.
Erfahrt im Folgenden, wie ihr einen 3-wöchigen Roadtrip auf die Beine stellt und rüstet euch mit unseren Tipps und Tricks für eine gelungene Rundreise!
1. USA Westküste: Flüge buchen
Um sich in das langersehnte Roadtrip-Abenteuer an der Westküste der USA zu stürzen, entscheiden sich Reisende meist für einen Flug nach San Francisco oder Los Angeles als Startpunkt ihrer Reise. Seltener werden auch die Flughäfen in Las Vegas und San Diego in Erwägung gezogen. Je nach Route und Flugpreis kann es Sinn machen einen Gabelflug zu buchen, also beispielsweise nach Los Angeles zu fliegen und von San Francisco wieder zurück. Flüge in beide Städte gibt es von allen größeren Flughäfen in Deutschland, von Frankfurt am Main und München auch Direktflüge. Die Flugzeit eines Direktfluges beträgt etwa 11-12 Stunden.
Lufthansa, United, Air Canada, Brussels Airlines, Austrian Airlines, SWISS, Air New Zealand und Delta bieten Direktflüge in die Vereinigten Staaten an.
Wann die beste Zeit ist, um Flüge zu buchen und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen, erfahrt ihr hier. In welchen Monaten Flüge in die Vereinigten Staaten am günstigsten sind und welche Last-Minute-Flüge es aktuell gibt, könnt ihr dagegen hier einsehen. Der beste Buchungszeitpunkt für Flüge nach Los Angeles und San Francisco ist im Durchschnitt 5-10 Wochen vor Abflug.
2. USA Westküste: Einreise
Für die Einreise in die USA müsst ihr neben einem gültigen Reisepass als EU-Bürger im Rahmen des sogenannten Visa Waiver Programms eine Reisegenehmigung beantragen. Dies geschieht in der Regel über ein elektronisches Einreiseverfahren (Electronic System for Travel Authorization), kurz ESTA, wo ihr eure persönlichen Daten angeben und eine Gebühr von 14 USD entrichten müsst. Denkt daran die Reisegenehmigung rechtzeitig zu beantragen, da die Bearbeitungszeit im Durchschnitt 72 Stunden beträgt. Die ESTA-Einreisegenehmigung ist 2 Jahre gültig und ermöglicht euch eine Aufenthaltsdauer von maximal 90 Tagen in den USA.
Beachtet bitte, dass für die Einreise in die USA aufgrund der Corona-Pandemie derzeit eine Impfpflicht gilt. Eurer Airline müssen vor Abreise ein gültiger Impfausweis und ein negativer Corona-Test (PCR-Test oder Antigentest) vorgelegt werden. Letzterer darf bei Abreise nicht älter als einen Tag sein. Vor dem Abflug in die USA muss außerdem ein Gesundheitsformular ausgefüllt werden. Auf der Site des Auswärtigen Amtes findet ihr weitere Informationen.
💡 Tipp: Es gibt zahlreiche Drittanbieter, die höhere Preise für die Erstellung des ESTA-Visums verlangen. Hier findet ihr die offizielle Webseite.




3. USA Westküste: Planung der Route
Ein Roadtrip an der Westküste der USA ist mit viel Planung und diversen Entscheidungen verbunden. Die Herausforderung besteht darin in nur drei Wochen so viel zu sehen und zu erleben, dass man zufrieden wieder in die eigenen vier Wände zurückkehren kann. Doch bei der Fülle an sehenswerten Städten, atemberaubenden Nationalparks und außergewöhnlichen Orten, scheint dies ein nahezu unmögliches Unterfangen zu sein.
In der Regel verläuft ein Roadtrip an der Westküste der USA durch die Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Arizona, und oft auch Utah. Welche Route ihr wählt, wo ihr startet und was ihr weglasst, hängt dabei ganz von euren Präferenzen und der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Im Folgenden stellen wir euch eine Beispielroute für einen 3-Wochen-Roadtrip mit den Top-Sehenswürdigkeiten und Hotels mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis vor. Beachtet jedoch, dass es sich lediglich um einen Routenvorschlag handelt, der nicht pauschal für jeden Reisenden und jeden Reisezeitraum geeignet ist.
Beispielroute:
| Route | Top-Sehenswürdigkeiten | Unterkünfte |
|---|---|---|
| Tag 1-3: Los Angeles | ∙ Griffith Observatory ∙ Hollywood-Sign ∙ Walk of Fame ∙ Beverly Hills ∙ Rodeo Drive ∙ Venice Beach/Muscle Beach ∙ Santa Monica Beach/Pier ∙ Universal Studios ∙ Universal City Walk ∙ Warner Bros Studios | Candlewood Suites LAX The Hotel of Hollywood Orange Drive Hostel |
| Tag 4: Joshua Tree Park | ∙ Hidden Valley ∙ Cholla Cactus Garden ∙ Keys View ∙ Skull Rock ∙ Barker Dam | Harmony Motel Sunnyvale Garden Suites |
| Tag 5: Grand Canyon | ∙ South Rim ∙ North Rim ∙ Bright Angel Trail ∙ South Kaibab Trail ∙ Mather Point ∙ Hopi Point | Days Inn Budget Inn Flagstaff |
| Tag 6: Glen Canyon | ∙ Horseshoe Bend ∙ Lake Powell | Best Western Plus Sleep Inn & Suites Page |
| Tag 7: Antelope Canyon | ∙ Upper Antelope Canyon (Tour buchen) ∙ Lower Antelope Canyon ∙ Rattlesnake & Owl Canyon | Best Western Plus Sleep Inn & Suites Page |
| Tag 8: Monument Valley | ∙ Navajo Tribal Park ∙ Wildcat Trail ∙ Highway 163 Scenic Drive ∙ Elephant Butte ∙ Three Sisters ∙ Camel Butt | Goulding’s Lodge |
| Tag 9: Arches National Park (Zeitfenster buchen) | ∙ Delicate Arch ∙ Devils Garden Trailhead ∙ Fiery Furnace ∙ Balanced Rock ∙ Landscape Arch ∙ Double Arch ∙ Sand Dune Arch ∙ Corona Arch | Rustic Inn Inca Inn |
| Tag 10: Bryce Canyon | ∙ Navajo Loop Trail ∙ Queens Garden Trail ∙ Sunset Point ∙ Sunrise Point ∙ Inspiration Point ∙ Bryce Point ∙ Fairyland Loop Trail | Bryce Country Cabins Bryce Valley Lodging Bryce View Lodge |
| Tag 11: Zion National Park | ∙ Zion Canyon ∙ Angel’s Landing (Platz reservieren) ∙ The Narrows ∙ Canyon Overlook Trail ∙ Emerald Pools Trail ∙ Checkerboard Mesa | Flanigan’s Inn Novel House Inn |
| Tag 12-13: Las Vegas | ∙ Las Vegas Strip ∙ Las Vegas Sign ∙ Fremont Street ∙ Bellagio ∙ Stratosphere Tower ∙ Caesars Palace ∙ Red Rock Canyon ∙ Seven Magic Mountains ∙ In der Nähe: Valley of Fire | Tahiti All-Suites Luxury Best Western Plus Downtown Grand Las Vegas Plaza Hotel & Casino |
| Tag 14: Death Valley | ∙ Badwater Basin ∙ Zabriskie Point ∙ Dante’s View ∙ Artist’s Drive ∙ Artists Palette ∙ Mesquite Flat Sand Dunes | The Ranch at Death Valley |
| Tag 15: Sequoia National Park | ∙ General Sherman Tree ∙ Moro Rock Trail ∙ Tunnel Log ∙ General Grant Loop ∙ Crescent Meadow ∙ Big Trees Trail ∙ Tokopah Falls Trail | Wyndham Visalia Best Western Lodge |
| Tag 16: Yosemite National Park | ∙ Yosemite Falls ∙ Yosemite Valley ∙ Glacier Point ∙ Mariposa Grove ∙ Bridalveil Fall ∙ Panorama Trail ∙ Yosemite Falls Trail ∙ El Capitan ∙ Tunnel view | Yosemite View Lodge |
| Tag 17-18: San Francisco | ∙ Union Square ∙ China Town ∙ Coit Tower ∙ Filbert Street ∙ Lombard Street ∙ Fishermans Wharf/Pier 39 ∙ Cable Cars ∙ Presidio ∙ Painted Ladies ∙ Golden Gate Bridge/Park ∙ Palace of Fine Arts ∙ Twin Peaks ∙ Alcatraz (Tour buchen) | Casa Loma Hotel The Urban HI Downtown Hostel Music City Hotel Grant Hotel |
| Tag 19-20: Highway 1 | ∙ Monterey ∙ 17-Mile Drive ∙ Carmel-by-the-Sea ∙ Point Lobos State Reserve ∙ Pfeiffer Big Sur State Park ∙ Julia Pfeiffer Burns Park ∙ Hearst Castle ∙ Morro Bay ∙ Pismo Beach ∙ San Luis Obispo ∙ Solvang ∙ Santa Barbara | Pelican Inn Monterey The Olympia Lodge Best Western Carpinteria Inn |
| Tag 21: Abflug von Los Angeles | – | Hilton Los Angeles Airport |
💡 Tipp: Für den Besuch mehrerer Nationalparks möchten wir euch den America the Beautiful Pass ans Herz legen. Ihr zahlt einmalig 80$ und könnt damit ein Jahr lang in sämtliche National Parks und National Monuments. Er gilt für bis zu vier Erwachsene in einem Fahrzeug und ist am Visitor Center oder der Entrance Station jedes National Parks erhältlich.




4. Mietwagen oder Camper?
Die Wahl des richtigen Fahrzeugs für einen Roadtrip an der Westküste der USA ist ein wesentlicher Punkt in eurer Reiseplanung. Für welches Gefährt ihr euch letztendlich entscheidet, hängt hauptsächlich von euren persönlichen Vorlieben ab. Doch egal ob Mietwagen oder Camper: Die Straßen sind durchgängig breit (auch in den Nationalparks) und ihr findet fast überall große Parkplätze. Kein Wunder, immerhin zählen die USA zu den weltweit besten Ländern für einen Wohnmobilurlaub. Beachtet jedoch, dass ihr vor allem in den Großstädten mit hohen Parkplatzgebühren rechnen müsst.
Im Folgenden haben wir einige Vor- und Nachteile der beiden Fahrzeugtypen aufgelistet, die euch bei eurer Entscheidung helfen sollen:
Mietwagen
✅ Mehr Flexibilität, auch in Großstädten
✅ Geringere Mietkosten und niedrigere Spritkosten
✅ Mehr Flexibilität, auch in Großstädten
✅ Geringere Mietkosten und niedrigere Spritkosten
✅ Weniger Eingewöhnung
👎 Häufiges Ein- und Auspacken
👎 Evtl. höhere Essenskosten, weil keine Kochmöglichkeiten
👎 Zusätzliche Organisation wegen Hotelbuchung
Camper
✅ Mehr Abenteuer: Übernachten in der Natur
✅ Geringerer Übernachtungspreis
✅ Alles an Bord: Kein Ein- und Auspacken
✅ Mehr Platz während des Fahrens
✅ Verpflegungskosten niedriger dank vorhandener Kochmöglichkeiten
👎 In Großstädten eingeschränkter
👎 Beim Schlafen weniger Platz als im Hotelzimmer
👎 Ihr müsst euch um den Camper „kümmern“ (Wasser, Toilette, etc.)
👎 Höherer Spritverbrauch
💡 Tipp: Mit der kostenpflichtigen App Wikicamps findet ihr bei einem Roadtrip mit dem Camper USA-weit Campingplätze und kostenfreie Rest Areas.
FAQs: USA Westküste Roadtrip
Erfahrungsgemäß solltet ihr am Tag durchschnittlich nicht mehr als 250 km fahren, damit die Reise entspannt und ohne Hektik vonstatten geht. Plant also genug Zeit ein oder lasst Sehenswürdigkeiten weg, die ihr nicht „unbedingt“ sehen müsst.
Mitte April bis Mitte Juni und Mitte August bis Ende September gelten als die beste Reisezeit für die USA Westküste.
Die Kosten eines Roadtrips 2022 an der Westküste der USA hängen natürlich von vielen Faktoren ab, wie der Reisezeit, der Wahl des Fahrzeugs und natürlich der Reisedauer. Grundsätzlich solltet ihr euch auf Kosten von 1.000 Euro pro Person und Woche einstellen.
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