Die kroatische Stadt Split hat so ziemlich alles, was man sich von einem super populären Ferienort erhofft: Das unglaublich blaue Wasser der Adria, eine schroffe Karstküste mit versteckten Badebuchten, eine Reihe sanft abfallender Sandstrände, eine Unzahl vorgelagerter Inseln, einen traumhaften Hafen mit urigen Tavernen, eine verwinkelte Altstadt mit noch mehr preisgünstigen Lokalen, eine absolut delikate Regionalküche mit viel Meeresfrüchten und natürlich architektonische Sehenswürdigkeiten, die bis in die Römerzeit zurückreichen. Außerdem bildet Split eine fantastische Basis zur Erkundung der Küste und des Hinterlandes. Hier lest ihr, welche 10 Orte ihr in Split auf jeden Fall besichtigen solltet!
1. Diocletians-Palast
Erbaut vom römischen Kaiser Diocletian als privater Ruhesitz nach seiner Abdankung (er war einer der wenigen Imperatoren, die nicht während ihrer Amtszeit ermordet wurden), ist diese spektakuläre Palastanlage die Top-Attraktion von Split – spektakulär deswegen, weil kaum ein anderes römisches Bauwerk die Zeiten in solch einem exzellent erhaltenen Zustand überdauert hat, und Top-Attraktion deswegen, weil man in der Anlage locker mehrere Tage zubringen kann und danach dennoch noch nicht alles gesehen hat. Angelegt wurde der Palast im typischen Stil römischer Kastelle, das heißt, er ist rechteckig und von vier Mauern umgeben, die von jeweils einem Tor durchbrochen sind. Von Nord nach Süd und West nach Ost verlaufen zwei Hauptstraßen schnurgerade quer durch die Anlage und kreuzen sich exakt im Zentrum. Die vier Palasttore waren jeweils nach dem hauptsächlichen Metall benannt, mit dem sie dereinst angeblich beschlagen waren: Silber, Gold, Eisen und Bronze. Innerhalb des Komplexes wurden etliche Gebäude nach dem Fall des Römischen Reiches umfunktioniert. Darunter unter anderem die Kathedrale von St. Dominus, die wir im nächsten Punkt vorstellen möchten.
2. Kathedrale von St. Dominus
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Sie entstand im 7. Jahrhundert aus dem Mausoleum des Kaisers und die in ihr verschmolzene römische Architektur ist unverkenntlich. Sie ist im Einklang mit der Form des Mausoleums achteckig angelegt und um sie herum verlaufen Porticos, die von Doppelreihen von Säulen gestützt werden. Der 60 Meter hohe Glockenturm kam erst im Verlauf mehrerer Bauphasen zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert hinzu. Er kann bestiegen werden und bietet eine umwerfende Aussicht über Split. Im Inneren der Kirche befindet sich neben dem bemerkenswerten Altar des St. Dominus auch eine ungewöhnliche sechseckige Kanzel aus dem 13. Jahrhundert.
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3. Taufkapelle von St. Johannes dem Täufer (Jupiter-Tempel)
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Direkt an die Kathedrale schließt sich diese Taufkapelle an. Sie entstand aus dem ehemaligen Jupiter-Tempel des Diocletian-Palastes und stellt besonders für Archäologiefreunde einen atemberaubenden Leckerbissen dar, besitzt sie doch noch immer ihr originales römisches Tonnengewölbe, welches das Dach abstützt – eine absolute Sensation, denn anderswo sind ähnliche Gewölbe zumeist entweder nur noch fragmentarisch erhalten oder gänzlich eingestürzt. Auch große Teile der alten römischen Wandfriese sind erhalten geblieben. In seiner Gesamtheit gibt das Gebäude einen guten Eindruck davon, wie römische Tempel dereinst ausgelegt waren. Die nicht minder eindrucksvolle Bronzestatue von Johannes dem Täufer am Kopfende der Kapelle stammt zwar trotz ihrer Patina aus moderner Zeit, steht allerdings an genau der gleichen Stelle, an der einstmals ein Standbild des römischen Hauptgottes Jupiter aufragte.
4. Papalić Palast (Stadtmuseum)
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Dieser Stadtpalast wurde im 15. Jahrhundert innerhalb der Umgrenzung des Diocletian-Palastes im spätgotischen Stil im Auftrag einer der prominentesten Adelsfamilien Splits errichtet und beherbergt heute das reichhaltige Stadtmuseum. Er enthält zahlreiche Fundstücke aus dem römischen Palast, wie beispielsweise Skulpturen, dekorative Friese und Sarkophage. Die Waffenkammer stellt furchteinflößende Waffen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert aus. Daneben gibt es feine Einrichtungsgegenstände und Möbel, sowie Münzen, Dokumente, Zeichnungen und Gemälde zu bewundern. Zur Sammlung hinzu gesellen sich archäologische Fundstücke aus der näheren Umgebung.
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5. Meštrović Galerie
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Ivan Meštrović war der bedeutendste kroatische Bildhauer und Holzschnitzer der Moderne und errichtete sich dieses Bauwerk in den 30er-Jahren als private Residenz. Er bewohnte das imposante Gebäude jedoch nur wenige Jahre, bevor er kurz nach dem 2. Weltkrieg in die USA auswanderte. Heute ist in dem Komplex eine Ausstellung seiner wichtigsten Werke untergebracht und es zählt zu den meistbesuchten Museen der Stadt. In Gehweite der Galerie liegt außerdem das aus dem 16. Jahrhundert stammende Kaštelet, eine kleine Festungsanlage, die Meštrović 1939 aufkaufte und restaurierte, um in ihrer Kapelle seine umfangreiche Holzrelief-Gruppe „Das Leben von Christus“ auszustellen. Im Eintrittspreis zur Galerie ist der Zutritt zum Kaštelet inbegriffen.
6. Kroatisches Nationaltheater Split
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Dieses Theater wurde bereits 1893 eröffnet und ist heute ein Ableger des Nationaltheaters der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Untergebracht ist es in einem ockergelb getünchten Gebäude im Empire-Stil, dekoriert mit reizvollen Zierbalkonen, Stuckreliefs und einem dominierenden, halbrunden Flutlichtfenster, welches die Vorderfassade des dritten Stockwerks durchbricht. Das Theater spielt eine wichtige Rolle im sehr reich angefüllten Kulturkalender Splits und präsentiert alljährlich mehr als 300 Vorführungen von Ballett bis zu Dramen. Es verfügt außerdem über sein eigenes Symphonieorchester, das bis weit über die Grenzen Kroatiens hinaus berühmt ist. Karten sollten aufgrund des großen Publikumsandrangs stets vorreserviert werden, was in aller Regel jedes gehobenere Hotel übernehmen kann.
7. Altstadt von Split
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Irgendwie haben kroatische Hafenstädte etwas Beruhigendes, Gelassenes an sich. Das gilt auch für Split, wobei wir die sich ins Hinterland ausbreitenden neuen Stadtgebiete natürlich ausgrenzen und uns auf den historischen Stadtkern am Hafen konzentrieren. Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem lauen Sommerabend an einem gemütlichen Tisch vor einer kleinen Fischtaverne direkt am Hafen zu sitzen und bei einem Glas Wein die hereinbrechende Nacht und sanfte Meerbrise zu genießen. Tagsüber bummelt man durch das weiter landeinwärts gelegene Gewirr kopfsteingepflasterter Gässchen, macht hier und da Halt in einem kleinen Einkaufsladen, trinkt einen Kaffee oder gönnt sich nach einer erschöpfenden Stadtbesichtigung ein stärkendes Mahl in einem Lokal. Was sollen wir noch weiter ausführen? Willkommen in Split!
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8. Platz des Volkes (Narodni Trg Pjaca)
An kleinen Plätzen mangelt es im Gassengewirr Splits sicherlich nicht. Der wichtigste und größte ist jedoch der bereits im 15. Jahrhundert über den Fundamenten des abgerissenen Westteils des Diocletian-Palastes eingerichtete Platz des Volkes. Er ist in gewisser Weise durchaus mit dem Markusplatz in Venedig vergleichbar, denn er ist eingefasst von einigen der interessantesten Bauwerke verschiedener Epochen, welche die Stadt zu bieten hat. Darunter befinden sich beispielsweise der im venezianischen Gotik-Stil erbaute Cambi Palast sowie das im Renaissance-Stil errichtete Rathaus (das heute auch das Ethnografische Museum beherbergt). Im Zentrum des Platzes erhebt sich die kolossale Bronzestatue des Grgur Nisnki (Gregor von Nin), ebenfalls ein Werk vom vorhin vorgestellten Ivan Meštrović.
9. Tagesausflug nach Salona
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Nur etwa 8 km nördlich von Split liegt zwischen Karstgebirge und Meer das Städtchen Salona. Während die kleine „High Society“-Ansiedlung Split im Grunde genommen ausschließlich wegen des ausgedehnten Palastkomplexes von Diocletian bestand, hatte sich hier eine geschäftige römische Provinzstadt herangebildet – mit allem, was dazu gehörte. Über das gesamte heutige Stadtgebiet verteilt, finden sich dementsprechend Bauzeugen dieser Geschichte: Thermen, ein Amphitheater, Aquädukte, ein Forum, alte Warenhäuser und etliches mehr. Nach dem Abzug der Römer hielt die Weiterentwicklung Salonas natürlich nicht inne und so sind die antiken Ruinen heute auch von Bauwerken späterer Zeit umgeben, darunter beispielsweise ein Bischofspalast. Salona ist für Geschichtsinteressierte wie geschaffen für einen bequemen Tagesausflug von Split aus.
10. Festung Klis
Westlich von Split bewacht bis heute eine imposante Festungsanlage einen zwischen den schroffen Karstgipfeln liegenden Taldurchgang zur Stadt. Bis zu einer Höhe von 385 Metern zieht sich die Festung Klis über einen steilen Kalksteinrücken dahin. Ihre kuriose Form von rund 300 Metern Länge, aber nur etwa 50 Metern Breite wurde einerseits von dem schmalen Bergrücken diktiert und ist anderseits auch das Resultat immer weiterer An- und Ausbauten im Laufe der Jahrhunderte. Die Erkundung der alten Mauern und Kasematten ist faszinierend, doch noch aufregender ist die Aussicht hinunter nach Split und zur dahinter im Sonnenschein funkelnden Adria.
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